Kiffer
Kategorie: Slang & Kultur · Niveau: Einsteiger · Umgangssprache
Kiffer ist die umgangssprachliche Bezeichnung für jemanden, der regelmäßig Cannabis konsumiert und sich oft mit der Cannabiskultur identifiziert.
Kiffer ist im Deutschen das Alltagswort für jemanden, der regelmäßig Cannabis konsumiert; im Englischen heißt das stoner. Das Wort leitet sich von kiffen ab, das über das Arabische kif (Wohlbehagen, auch Name einer Haschischmischung in Marokko) ins Deutsche kam und sich in den 1960er und 1970er Jahren verbreitete. Je nachdem, wer es sagt, ist es Schimpfwort, Witz oder Selbstbezeichnung.
Das Bild: Die Popkultur hat eine typische Kifferfigur geschaffen, entspannt, witzig, hungrig und etwas vergesslich, von Cheech und Chong in den 1970ern bis zu Kifferkomödien der 1990er und 2000er Jahre, in Deutschland etwa Lammbock. Das englische Wort gab auch dem Stoner Rock seinen Namen, einem langsamen, schweren, verzerrten Gitarrenstil, und 4/20, dem Feiertag am 20. April, entstand aus einem Code kalifornischer Schüler der 1970er. Viele Konsumierende tragen die Bezeichnung mit Humor, andere lehnen sie ab, weil sie Patienten, Berufstätige und Gelegenheitskonsumierende auf ein Klischee reduziert.
Sprachgebrauch: Im Gespräch ist Kiffer üblich und oft freundlich gemeint, in Texten zu Gesundheit, Wirtschaft oder Politik sind neutrale Begriffe wie Cannabiskonsumierende oder Patienten üblich, und Präventionsangebote vermeiden Bezeichnungen, die einen Menschen über eine Substanz definieren. Mit dem KCanG von 2024 ist Kiffen für Erwachsene in Deutschland in Grenzen erlaubt, was den Begriff weiter normalisiert hat.
Auch bekannt als
Stoner, Kiffer, Grasraucher, Cannabiskonsument
Verwendet in
- Freizeit