High

Kategorie: Slang & Kultur · Niveau: Einsteiger · Umgangssprache

High sein ist die Alltagsbezeichnung für den veränderten Zustand nach THC Konsum, mit Euphorie oder Entspannung, verändertem Zeitgefühl und eingeschränkter Reaktion.

High sein ist das Alltagswort für den veränderten Zustand, den THC auslöst. THC bindet im Gehirn an CB1 Rezeptoren, dieselben, die auch die körpereigenen Endocannabinoide nutzen, wirkt aber viel länger und breiter. Typisch sind Euphorie oder Entspannung, ein verändertes Zeitgefühl, mehr Appetit, intensiver erlebte Musik und Geschmäcker, trockener Mund und rote Augen; bei höheren Dosen sind Kurzzeitgedächtnis, Koordination und Reaktionszeit deutlich beeinträchtigt.

Der Verlauf hängt von der Konsumform ab: Geraucht oder verdampft spürt man Cannabis nach wenigen Minuten, der Höhepunkt kommt nach etwa 30 Minuten, nach zwei bis vier Stunden klingt es ab. Edibles brauchen 30 Minuten bis zwei Stunden, weil die Leber THC zu 11-Hydroxy-THC umbaut, und wirken sechs Stunden oder länger; deshalb nehmen viele zu früh nach und sind am Ende viel stärker high als gewollt. Dosis, Toleranz, das Verhältnis von THC zu CBD, Stimmung, Umgebung und Alkohol prägen das Erlebnis mindestens so sehr wie der Sortenname.

Zu high und sicher bleiben: Ein unangenehmes High kann Angst, Herzrasen, Schwindel oder Paranoia bringen. Es ist selten gefährlich und geht vorbei; ein ruhiger Ort, Wasser, etwas zu essen und vertraute Menschen helfen, und bei neuen Produkten niedrig anzufangen ist die beste Vorbeugung. High sein beeinträchtigt das Fahren: In Deutschland gilt seit 2024 ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum, und die Wirkung auf die Reaktionszeit kann länger anhalten als das spürbare High. In medizinischen und rechtlichen Texten heißt derselbe Zustand Rausch oder psychoaktive Wirkung.

Auch bekannt als

stoned, breit, bekifft, Rausch

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