Cannabinoidverhältnis
Kategorie: Medizin · Niveau: Fortgeschritten
Das Cannabinoidverhältnis bezieht sich auf das Verhältnis verschiedener Cannabinoide (insbesondere THC zu CBD) in einem Cannabisprodukt, das zur Charakterisierung des Wirkungsspektrums und des therapeutischen Potenzials verwendet wird.
Das Cannabinoidverhältnis beschreibt die relativen Anteile von Cannabinoiden in einem Cannabisprodukt, das am häufigsten als THC:CBD-Verhältnis ausgedrückt wird. Häufige Kategorien sind hohes THC:niedriges CBD (z.B. 20:1), ausgewogenes THC:CBD (1:1) und hohes CBD:niedriges THC (z.B. 1:20). Verhältnisse haben klinische Bedeutung: Produkte mit hohem CBD-Anteil werden oft von Patienten bevorzugt, die therapeutische Vorteile ohne signifikante Psychoaktivität suchen; ausgewogene Verhältnisse werden in Produkten wie Sativex für bestimmte Indikationen verwendet; Produkte mit hohem THC-Anteil sind im kommerziellen Markt für Erwachsene üblich. Das Verständnis von Cannabinoidverhältnissen ist entscheidend für die Dosierung von medizinischem Cannabis und zur Bewertung der Eignung von Produkten für spezifische therapeutische Anwendungen.
Auch bekannt als
THC:CBD-Verhältnis, Cannabinoidprofilverhältnis
Verwendet in
- Medizin
Verwandte Begriffe
- THC: Tetrahydrocannabinol (THC) ist das primäre psychoaktive Cannabinoid in Cannabis, verantwortlich für den 'High'-Effekt, der mit seiner Verwendung verbunden ist.
- Bioverfügbarkeit: Die Bioverfügbarkeit ist der Anteil einer konsumierten Dosis eines Cannabinoids, der in den systemischen Kreislauf gelangt und verfügbar ist, um seine Wirkungen auszuüben.
- CBD: Cannabidiol (CBD) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das in Cannabis und Hanf vorkommt und weit verbreitet in der medizinischen Forschung und in Wellness-Produkten verwendet wird.
- Medizinisches Cannabis: Medizinisches Cannabis sind Cannabisblüten, Extrakte und Arzneimittel, die ärztlich verordnet und in Apotheken abgegeben werden; seit 2024 ist es in Deutschland kein Betäubungsmittel mehr.